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16 Fakten zur Formel E zum Mitreden

Was wäre die Welt ohne Servietten? Der erste Vertrag zwischen Lionel Messi und dem FC Barcelona wurde auf eine Serviette gekritzelt, J.K. Rowling hielt ihre ersten Harry-Potter-Ideen darauf fest – und so war es auch mit der Idee für die Formula E. 2011 war das. Zehn Jahre später ist aus der Notiz etwas sehr Großes geworden: die FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft. Eine Rennserie, auf den Straßen dieser Welt ausgetragen und Zeichen für technologischen Fortschritt und Nachhaltigkeit. Alles Wichtige von den Gründern über die Teams bis hin zu den absurdesten Strafen – gibt’s hier.

 

1. Der Anfang

Mit Legenden ist es ja immer so eine Sache, wahr ist aber: Am Abend des 3. März 2011 trafen sich zwei Herren namens Jean Todt und Alejandro Agag in einem Restaurant in Paris. Was man dazu wissen muss: Jean Todt ist nicht nur ehemaliger Rennfahrer, sondern auch FIA-Präsident, Alejandro Agag ein spanischer Geschäftsmann. Im Laufe des Abends kritzelten die beiden ihren Plan auf eine Serviette. Sie wollten eine rein elektrische Formel-Meisterschaft auf die Beine stellen, Schauplätze sollten die berühmtesten Städte der Welt sein. Wichtig war den beiden, dass die Street-Racing-Serie für nachhaltige Mobilität steht und die Automobilindustrie dazu motiviert, die Entwicklung von Elektroautos voranzutreiben. Alejandro Agag wurde übrigens später Vorsitzender der Formula E. Und das erste Rennen fand am 13. September 2014 im Olympiapark in Peking statt. 

2. Die (prominenten) Sponsoren

Wenn es um Klimaschutz geht, ist er garantiert nicht weit: Leonardo DiCaprio. Schon 2013 stieg der Schauspieler als Teilhaber bei dem Formel-E-Team Venturi ein, 2015 wurde er zum Vorsitzenden des Nachhaltigkeits-Komitees der Rennserie ernannt. Wo das meiste Geld für die Rennserie herkommt? Die Medienkonzerne Liberty und Discovery, die auch die Rechte an der Formel 1 besitzen, halten mit über 50 Prozent die meisten Anteile, zu den weiteren Sponsoren gehören das schwedisch-schweizerische Technologieunternehmen ABB, die Schweizer Privatbank Julius Bär, Michelin, außerdem DHL und der Schweizer Uhrenhersteller TAG Heuer.

3. Die nackten Zahlen

Zurzeit gehen bei der Rennserie 12 Teams und 24 Fahrer an den Start. Wie in der Formel 1 werden am Ende der Saison zwei Meistertitel vergeben – für den besten Fahrer und das beste Team. Anders als in der sogenannten Königsklasse werden die Rennen mitten in der Stadt ausgetragen. Eine Runde ist 2,5 bis 3 Kilometer lang – ungefähr halb so lang wie in der Formel 1, außerdem dauert in der Formel 1 der Grand Prix zwei Tage, der E-Prix findet normalerweise an einem Renntag statt. Der startet mit zwei freien Trainings, danach folgen vier Gruppen-Qualifyings, ein Qualifying zur Bestimmung der Poleposition – und am Nachmittag dann das Rennen plus eine Runde.

4. Das System mit den Punkten 

Das Punktesystem ist relativ einfach. Zumindest dann, wenn man es schon kennt, die Formel E entspricht fast dem der FIA-Rennserien. Die zehn ersten Fahrer eines Rennens erhalten WM-Punkte je nach Platzierung. Der Erste erhält 25, der Zweite 18 und der Zehnte noch einen Punkt. Für die schnellste Runde gibt es einen Zusatzpunkt und für das Erreichen der Pole-Position weitere drei Punkte. Und seit der Saison 2019/20 erhält der schnellste Pilot der Qualifying-Gruppenphase einen Punkt extra. Die höchste Punktzahl, die ein Formel-E-Fahrer an einem Renntag erreichen kann, beträgt 30 Punkte. Ein Team wiederum könnte maximal 48 Punkte holen.

5. Die elektrischen Boliden 

First Mover: Das Team Audi Sport ABT Schaeffler hat die Formel E von Beginn an geprägt. In der Debütsaison 2014/15 stellte ABT Sportsline und Schaeffler das einzige deutsche Team, 2017/18 stieg Audi als erster deutscher Automobilhersteller mit ein. Zu Beginn gab es den Plan, alle Teams in der Formel E mit einem nahezu baugleichen Boliden starten zu lassen. Diese Idee wurde aber schon in der zweiten Saison fallen gelassen. Zunächst blieb die Weiterentwicklung auf Antriebskomponenten Motor, Inverter, Getriebe und Kühlsystem begrenzt. Heute sind nur noch Chassis und Batterie bei allen Teams gleich. Beim SRT_05e, der seit der Saison 2018/19 zum Einsatz kommt, handelt es sich um eine Gemeinschaftsproduktion von verschiedenen Herstellern mit dem Namen Spark Racing Technology (SRT). Der Preis beläuft sich auf 567.300 Euro. Dabei kostet das Chassis 299.600 Euro, 200.000 Euro die Batterie, 12.700 Euro das Halo-Sicherheitssystem und 55.000 Euro die Verwaltungsgebühr. Wird im Fahrzeug kein selbstentwickelter Antriebsstrang eingesetzt, kann der nochmal für 250.000 Euro erworben werden.

6. Die realen Geschwindigkeiten 

Der erste SRT-01E leistete maximal 272 PS (200kW) und fuhr 225 km/h Spitze, die zweite Generation bringt es mit 340 PS (250 kW) auf 240 Stundenkilometer. Dabei ist die Maximalleistung der Fahrzeuge nur im Qualifying nutzbar. Im Rennen liegt die nutzbare Leistungsgrenze bei 200 kW – Ausnahmen sind der Attack-Mode und die Fanboost-Phase. Wer diese Zahlen jetzt mit denen der Formel 1 vergleichen will: In den engen Stadtkursen kann eh kaum Vollgas gefahren werden. Echt atemberaubend ist natürlich die Beschleunigung des E-Boliden. Der SRT-05E kommt von 0 auf 100 in 2,8 Sekunden.

Für die Saison 2022/23 ist dann eine neue Generation geplant: Die Gen3-Rennwagen von Spark Racing Technology bringen es dann auf 476 PS (350 kW), im Rennen auf 408 PS (300 kW).

7. Die digitale Attacke 

Angriff auf Knopfdruck: Um die Formel E spannender zu gestalten, wurde zur Saison 2018/19 der Attack-Mode eingeführt. Dem Fahrer steht während des Rennens kurzzeitig mehr Leistung zur Verfügung, um andere Autos zu überholen oder die Position zu verteidigen. Die Leistung des Wagens kann innerhalb dieses Modus von 200 kW (272 PS) auf 235 kW (320 PS) ansteigen. Um den Modus zu aktivieren, muss der Fahrer einen Knopf am Lenkrad betätigen, um das System scharf zu schalten. Danach fährt er abseits der Renn-Linie durch eine Attack-Zone mit drei Aktivierungsstreifen. Wird der Attack-Mode ausgelöst, pulsieren die LED-Leuchten am Sicherheitsbügel über dem Cockpit in blau. 

8. Der einzigartige Fanboost 

Das gibt es tatsächlich nur in der Formel E: den Fanboost. Dabei können die Zuschauer aktiv auf das Rennen Einfluss nehmen. Auf der Website (https://fanboost.fiaformulae.com) können Zuschauer im Regelfall sechs Tage lang für ihren Lieblingsfahrer abstimmen. Die fünf Fahrer mit den meisten Votes dürfen in der zweiten Rennhälfte einmalig die Leistung des Fahrzeugs auf maximal 250 kW hochschrauben – genug Schub für einen kurzen Überholvorgang oder für einen längeren Spurt mit weniger Power. Angezeigt wird die Aktivierung des Fanboost durch violett leuchtende LEDs am Halo-Sicherheitsbügel.

9. Die berühmten Piloten

Wer sich für Rennsport interessiert und für große Namen: einfach einmal die ehemaligen und aktuellen Fahrer der Formel E durchlesen. Nelson Piquet Jr., Sohn des dreifachen Formel-1-Weltmeisters Nelson Piquet, war der Gesamtsieger der ersten Saison 2014/15. Bruno Senna, Neffe von Ayrton Senna, fuhr in der Formel E, ebenso wie Nicholas Prost, ältester Sohn des vierfachen Formel-1-Champions Alain Prost. Aktuell sind in der Rennserie die ehemaligen Formel-1-Fahrer Lucas di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler) vertreten, Pascal Wehrlein (TAG Heuer Porsche Formula E Team), Sébastien Buemi (Nissan E.Dams) oder Jean-Éric Vergne (DS Techeetah). Beim Team Audi Sport ABT Schaeffler geht neuerdings René Rast, dreifacher Meister der DTM, an den Start.

10. Der aktuelle Champion

Sein Name: Jean-Éric Vergne. Sein Team: DS Techeetah. Der Franzose konnte sich das Championat in der Formel E bereits zweimal sichern, so gewann er die Meisterschaft in der Saison 2017/18 und der Saison 2018/19. Damit ist er, zumindest was die Titel anbelangt, der erfolgreichste Fahrer der Elektro-Rennserie.

11. Der König nach Punkten

Die meisten Punkte fuhr der Brasilianer Lucas di Grassi vom Team Audi Sport Abt Schaeffler ein. Er hatte zu Beginn der Saison bereits 802 Zähler auf seinem Konto. Die meisten Siege – 13 an der Zahl – verbuchte dagegen Sébastien Buemi. Naturgemäß geht die Punktejagd weiter, Vergne und Buemi sind Grassi auf den Fersen. Der beliebteste Fahrer ist übrigens Sébastien Buemi, 41 Fanboosts sammelte er bisher ein – König der Herzen nennt man das wohl.

12. Der grüne Strom

Woher kommt der Strom für die Boliden überhaupt? Schließlich will die Rennserie für Nachhaltigkeit stehen. Die Antwort lautet: Der Strom für die Rennwagen kommt nicht aus der Steckdose, sondern aus modifizierten Generatoren vom Typ KTA50 der britischen Firma Aquafuel. Die werden CO2-neutral mit Glycerin befüllt, ein durchsichtiges und geschmackloses Zuckeralkohol, das aus Algen gewonnen wird. (Das man im Übrigen sogar trinken kann, wenn man es partout möchte.) Das Glycerin setzt beim Verbrennen keine Treibhausgase frei und emittiert nur zehn Prozent der Partikel und Stickoxide von Dieselkraftstoff. Übrigens: Alle Formel E-Rennwagen lassen sich innerhalb von 50 Minuten aufladen.

13. Das Roborace 

Noch ein bisschen Zukunft gefällig? Weil die Formel E die Grenzen des Denkbaren ständig weiter austestet, wurde im Mai 2017 das erste fahrerlose Auto an den Start gebracht. Das autonom fahrende Robocar befuhr die 1,9 Kilometer lange Strecke des E-Prix in Paris und schrieb damit Geschichte. Geplant ist eine ganze Rennserie namens Roborace, Lucas di Grassi ist seit 2017 CEO. Und ja, es gibt auch Teams, obwohl das Fahrzeug von Künstlicher Intelligenz gesteuert ist. Die aber muss programmiert werden. Geplant sind zehn Teams mit jeweils zwei Fahrzeugen. Das Einheitsfahrzeug wurde von Daniel Simon entworfen, der die futuristischen Fahrzeuge aus „Tron: Legacy“ designte.

14. Die Kohle

Man soll ja nicht alles glauben, was man liest, aber nach einem Bericht des digitalen Motorsport-Kanals „The Race“ soll der Durchschnittsverdienst der Fahrer in der Formel E bei rund 750.000 Euro pro Jahr liegen, bei Top-Stars bei zwei Millionen Euro pro Saison. Übrigens lagen die Durchschnittsgehälter in der ersten Rennsaison 2014/15 noch bei etwa 350.000 Euro. Heißt: Je größer die Bedeutung der Formel E weltweit, desto höher der Verdienst. Ein bisschen absurd werden diese Zahlen, wenn man weiß, dass neben der Nachhaltigkeit auch die Sparsamkeit ein Schwerpunkt der Formel E ist. Seit Beginn der Rennserie diskutiert man über Kostenobergrenzen, damit die Formel E für die Teams bezahlbar bleibt. 

15. Die absurdesten Strafen

So kann’s gehen: Andre Lotterer kassierte bei seinem ersten Rennen 2017/18 in der Formel E in Hongkong gleich vier Strafen. Erst vergaß sein Team, das Kühlsystem in der Startaufstellung rechtzeitig zu entfernen: fünf Sekunden Boxenstoppstrafe. Im Rennen kürzte Lotterer dann zweimal die Schikane ab: zwei weitere Durchfahrtsstrafen. Als er nach dem Rennen vergaß, das Auto abzuschalten, wurde er disqualifiziert. Sein Kommentar danach: „Ich bin es ja eigentlich gewohnt, den Motor zu hören.“ Fairerweise muss man erwähnen, dass auch Lucas di Grassi in die Geschichte der Formel E einging, weil er beim sechsten Rennen der Saison 2017/2018 in Uruguay eine kurze Unterhose trug. Strafe: 10.000 Euro und drei Strafpunkte. Was man dazu wissen muss: Erlaubt sind nur lange Unterhosen, die waren Lucas di Grassi ein bisschen zu warm. 

16. Die (wenigen) Reifen

Wenn eine Rennserie die Umwelt schonen soll, müssen auch die Reifen dran glauben: Für die Formel E gibt es nur einen 18-Zoll-Allwetterreifen von Michelin. Bisher verfügte jeder Fahrer über acht neue Vorder- und Hinterreifen pro Renntag, in der Saison 2021 sind es nur noch sechs. Und: In der Gen3-Ära ab Ende 2022 wird Hankook den bisherigen Einheitsausrüster Michelin, ablösen. Dann steht den Fahrern nur noch ein einziger neuer Reifensatz für den gesamten Renntag zur Verfügung. Die Freude über die weitere Beschränkung hält sich sehr in Grenzen.

Rast racing Detail
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E wie Erfolg

SONAX ist stolzer Sponsor des Teams Audi Sport ABT Schaeffer in der Formel E. Wir bringen technische Innovation glänzend auf die Straße – aus Liebe zum Auto und zum Fortschritt.

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